BERATENDE INGENIEURE VBI

Palais Schaumburg Bonn

Allgemeines
Das Palais Schaumburg soll wieder als zweiter Dienstsitz der Bundeskanzlerin nutzbar gemacht werden (ehemaliger Erweiterungsbau). Zudem erhält das Haus der Geschichte einen separaten Nutzungsteil (ehemalige Villa Loeschigk). Beide Gebäudeteile sollen umfangreich, jedoch die historische Bausubstanz beachtend saniert werden. Insbesondere sind Aspekte des Brandschutzes, baulicher Schäden und der Energieeffizienz zu berücksichtigen. Die MÖLLER + PENNING GmbH wurde beauftragt als Zertifizierte Tragwerksplaner in der Denkmalpflege die Standsicherheit der historischen Substanz, auch unter Berücksichtigung geplanter Nutzungsänderungen zu gewährleisten. Die Einzelvergabe der Bauleistungen erfolgt als öffentliche Ausschreibung.

Tragwerk

Das Tragwerk des denkmalgeschützten Gebäudes wurde einer umfassenden Bestandsaufnahme unterzogen. Die Decken bestehen teilweise aus Holzbalkenlagen mit Einschub, teilweise aus Stahlsteindecken und teils aus preußischen Kappendecken. In den oberen Geschossen wurden liegende Dachstühle mit Aussteifungsrähmen als Holzfachwerk in den Innenwänden gefunden. Umfangreiche Vergleichsberechnungen der vorhandenen historischen Bausubstanz ermöglichten eine Bewertung der Tragfähigkeit nach heutigem Stand der Normung. Zudem wurde ein vereinfachter Ansatz der Erdbebenlasten berücksichtigt.

Energieeffizienz
Eine energetische Sanierung des Gebäudes wurde mit dem nötigen Augenmaß für die denkmalgeschützte Bausubstanz mit dem Schwerpunkt auf eine Verbesserung des Raumklimas geplant. Zudem wurde eine genaue Simulation der Raumerwärmung im Sommer durchgeführt. Letztere ermöglicht abweichend von den sonst üblichen einfachen Verfahren des Sommerlichen Wärmeschutzes eine genauere Bewertung der tatsächlich auftretenden Innentemperaturen.

Brandschutz
In Abstimmung mit dem extern erstellten Brandschutzkonzept wurden Heißbemessungen für zahlreiche vorhandene Bauteile durchgeführt.


Geschichte

1858

Baubeginn, Villa Loeschigk

1894

Erwerb und Erweiterung durch Prinz Adolf zu Schaumburg-Lippe

1939

Erwerb durch das Deutsche Reich

1949

Sanierung und Umbau zum ersten Dienstsitz des Deutschen Bundeskanzlers

2001

Teilnutzung als Außenstelle des Bundeskanzleramtes

2005

Teilnutzung durch das Haus der Geschichte

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